Steckbrief

Wo komme ich her?
Aus der französischen Schweiz
Warum singe ich?
Lebensnotwendigkeit
Was mag ich außer Singen?
Literatur. Yoga. Zeitgenössische Kunst. Berge.
Was war biografisch mein musikalisches Highlight?
Meine Maturarbeit. Ich habe ein Projekt für Sopran, Streichquartett und Klavier ganz allein gestaltet, von den künstlerischen bis zu den organisatorischen Aspekten. Da habe ich Werke von Poulenc, Fauré, Chausson und Kurt Weill gesungen. Das war meine eigene Kreation.
Wie lautet mein Lebensmotto?
Verlange nicht von den Anderen, was du nicht von dir selbst verlangst.

Biografie

Julie Catherine Eggli ist eine merkwürdige Sängerin. Von alter Musik ebenso begeistert, wie von französischem Lied und zeitgenössischer Musik empfindet die Sängerin keine Grenzen zwischen den Epochen. Sie interpretiert Werke von gestern und heute, immer auf der Suche nach neuen Glanzstücken oder vergessenen Werken, die sie wieder ins Leben zurück singen möchte.

Nachdem sie ihr Vorstudium am „Conservatoire de Lausanne“ bei Stephan MacLeod abschloss, zog die in der Schweiz geborene Sopraninistin 2017 nach München, um an der Hochschule für Musik und Theater München in der Klasse von KS Prof. Christiane Iven zu studieren. Sie profitiert zudem vom wertvollen Unterricht von Michèle Moser in Genf. Als Solistin singt sie bereits regelmäßig in der Schweiz und in Deutschland und war u.a. mit dem Ensemble Consonances unter der Leitung von Mikhaïl Zhuravlev zu hören und mit dem Orchestre Romand des Jeunes Professionnels. Darüber hinaus arbeitet sie regelmäßig mit Studierenden der Kompositionsklassen der Hochschule für Musik und Theater München im Rahmen von verschiedenen Projekten zusammen. Die Sopranistin blickt außerdem auf eine lange Ensemble-Erfahrung zurück und ist seit kurzem Mitglied des neuen Vokalensembles „LauschWerk“ unter der Leitung von Prof. Martin Steidler.

Julie Catherines Interesse gilt auch dem modernen Musiktheater. Man hat sie bei verschiedenen Uraufführungen erleben können, zum Beispiel als Gräfin Margarete Sausack in der Oper Der Club der Metzger von Hans-Henning Ginzel, als ein Atom im Projekt liminal space im Rahmen der Münchner Biennale und erst kürzlich als Engel im Musiktheater FINITA von Caio de Azevedo. Sie hat außerdem an einer Musiktheater-Produktion des Tagebuch eines Verschollenen von Leoš Janacek an der Theaterakademie August Everding mitgewirkt.

Die erst 19-jährige Sopranistin hat 2019 „Le Marteau sans maître“ von Pierre Boulez im Rahmen der Kammerkonzerte des Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter der Leitung von Joseph Bastian gesungen. 2018 war sie zu Gast beim Liedfestival MelosLogos in Weimar und war im Sommer 2019 in der Schweiz gemeinsam mit dem belgischen Pianisten Stéphane de May mit französischen Liedern zu hören. Im Rahmen von mehreren Festivals hat sie ihre eigenen Projekte und Konzertprogramme entworfen, die Musik und Texte verbinden. Julie Catherine hat eine besondere Verbundenheit mit der Literatur. Sie ist angetrieben von dem Wunsch eine klare und transparente Klangsprache zu finden, die ohne Künstlichkeit und Manierismen auskommt.